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Ich hoffe, ihr habt gut geschlafen, seid ausgeschlafen heute Morgen für die letzte Einheit zum Thema Beziehungsweise. Für manche die erste Einheit, macht nichts. Es geht um Beziehung und Beziehung haben wir uns angeschaut in den letzten Tagen. Wir haben festgestellt, Gott ist ein Gott der Beziehung. Von Anfang an, war er das schon immer. Ein Gott der Liebe und Liebe braucht ein Gegenüber und er ist von Ewigkeit her der Dreieine, der Beziehungsgott, der er schon immer war. Wir haben festgestellt, es gibt Beziehungskiller, vielleicht erinnert ihr euch, ich weiß nicht, habt ihr euch euren Lieblingskiller rausgesucht. Ja, also etwas, wo ihr oftmals ins Fettnäpfchen tappt, wo der eine vielleicht die eine, der andere die andere Schwäche hat. Wo er drauf reinfällt auf Dinge, die Beziehung zerstören und kaputt machen. Und wir haben festgestellt, das ist das, was der Feind möchte. Er möchte das, was Gott auszeichnet, seinen Charakter, ja seine Liebe, sein Wille in Bezug auf Beziehung, dass er Beziehung sich wünscht und möchte, das möchte der Feind zerstören. Und dann haben wir uns ja angeschaut, was in Bezug auf Beziehungen Konflikte hervorbringt, dass das ein ganz großes Thema ist, wie man damit umgehen kann und haben dann uns zwei Teilbereiche angeschaut, in der Erziehung und in der Ehe. Heute Morgen jetzt möchte ich abschließen die Serie und mich auf das Thema Einheit fokussieren. Und ich glaube, das ist auch wieder für alle Lebensbereiche was Wichtiges, aber ganz speziell natürlich für uns auch in einer Gemeinde. Wünschen wir uns ja eigentlich, dass wir Einheit sind. Und ich denke, wir sind uns einig hier, christliche Freikirche, da lernen wir aus der Bibel, aus dem Wort Gottes, ist ja klar, das ist unsere Grundlage. Grundlage, aber ganz ehrlich, ich meine, es traut man sich ja fast nicht so zu sagen, wenn man hier vorne steht und wenn man auch aus der Gemeinde, wo ich komme, in Speichen, bin ich ja auch in der Gemeindeleitung, aber manchmal, wenn ich in dieses Buch reingucke, verstehe ich nicht so viel. Ja, da lese ich Texte und lese ich Verse und da denke ich manchmal, okay, vielleicht verstehe ich es inhaltlich, aber ich denke manchmal, das hat mit meinem Leben so herzlich wenig zu tun. Also das ist irgendwie nicht richtig anwendbar. Das passiert mir gerade auch bei Texten aus dem Alten Testament immer wieder, wo ich lese und denke, ja, ja, das stimmt schon alles so, das ist schon korrekt. Ich glaube ja, dass das Gottes Wort ist und so weiter, aber für mich, mit meinem Leben hat es jetzt nicht so viel zu tun. Und da möchte ich euch heute Morgen mit reinnehmen in dieses Thema Einheit, das mich die letzten zwei bis drei Jahre immer wieder beschäftigt und ich möchte euch da einen Text zeigen aus dem Neuen Testament und in diesem neutestamentlichen Text wird ein Text aus dem Alten Testament zitiert. Und man denkt, vielleicht, wenn man das zum ersten Mal so liest, vielleicht zum zweiten, vielleicht zum 75. Mal so liest, was hat das miteinander zu tun? Und warum wird das sogar so scheint falsch zitiert? Das geht ja gar nicht. Also, ich weiß nicht, ob ihr so Situationen kennt, wer seine Bibel kennt. Manchmal denkt man ja, okay, ich check das noch nicht, weil ich die Bibel nicht gut genug kenne. Aber glaubt mir, das passiert auch Leuten, die die Bibel richtig gut kennen, dass sie über Bibelfersen stolpern und denken, komisch. Also kürzlich zum Beispiel über ein Zitat in Hebräer 10, Vers 5 gestolpert, da heißt es, Opfer und Gaben hast du nicht gewollt, aber einen Leib hast du mir bereitet. Und bei der Stelle, die die Quelle dieses Zitates ist, da heißt es im Psalm 40, Vers 7, Opfer und Gaben hast du nicht gewollt, Ohren aber hast du mir bereitet. Wo man denkt, okay, wie kommt das jetzt? Ist das ein Abschreibfehler? Oder hat da einer das nicht mehr richtig im Kopf gehabt? Oder was ist da passiert? Ich meine, ein Leib, ein Körper ist ja was anderes als Ohren. Über solche Dinge kann man stolpern. Man kann sich natürlich fragen, vielleicht ist es ja auch Absicht. Also nicht nur Absicht von irgendeinem Menschen, der kluge Gedanken hatte, sondern vielleicht auch Absicht von Gott, der gewisse Dinge in seinem Wort, und ich glaube, das ist häufiger der Fall, als wir denken, aufbewahrt hat für Menschen, die sich Zeit nehmen. Die sich Zeit nehmen, darüber nachzudenken, die sich Zeit nehmen, die Schätze auszugraben, die Schaufel in die Hand nehmen, wo Dinge vielleicht nicht direkt an der Oberfläche immer gleich abzugreifen sind. Und deswegen ist mein Ziel heute Vormittag mit euch ein Doppeltes. Zum einen, euch Mut zu machen, die Bibel vielleicht so zu lesen, wie sie gelesen werden möchte, euch Mut zu machen, zu buddeln, Schätze auszugraben und auch, dass wir zum Thema Einheit, weil sie ganz wesentlich ist, um Beziehungen gesund zu leben, dass wir da ein paar Dinge ganz, ganz praktisch lernen. Und wenn wir in die Bibel reinschauen, dann sehen wir schon, dass Einheit immer wieder ein wichtiges Thema ist, sowohl wie es angegriffen wird, wie es konterkariert wird, wie der Feind dagegen arbeitet, wie Gott sich auch Einheit wünscht, bis dahin, dass Jesus sehr konkret, ja, die einen oder anderen kennen das in Johannes 17 im hohen priesterlichen Gebet, für die Einheit der Gläubigen betet. Das ist ein großes Thema ein gro Anliegen Und ich muss schon sagen ich glaube dass wir heutzutage damit ganz besondere Herausforderungen haben nicht zuletzt aufgrund der technischen Revolution wo wir mittendrin stecken gerade Wir haben erlebt, wie das Internet groß wird und wir können heute, wenn wir nicht denken, der Daniel bringt jetzt vernünftige Predigt, kannst du dich nachher hinsetzen und eine aus Südkorea hören oder aus irgendeiner anderen tollen Gemeinde in Deutschland, ja, ist kein Problem. Tausende von Predigten stehen dir zur Verfügung, kannst live sogar dabei sein bei irgendwelchen Gottesdiensten, aus allen möglichen Kirchen und Denominationen. Und da, wo früher Leute hauptsächlich in ihrer Blase, in ihrer Bubble unterwegs waren, da gingen sie in ihre Gemeinde und haben halt ihre Konferenzen gehört und besucht, von der Dachorganisation, wo sie drin waren und haben dann die Bücher gelesen, die dort empfohlen worden sind und haben Prediger gut gefunden, die in ihrer Blase halt empfohlen wurden. Und die anderen waren so ein bisschen kritisch. Ich weiß nicht, ob du das kennst. Da steht heute alles offen. Jeder kann einfach nur, YouTube, Social Media, überall, kann es direkt in seiner Hosentasche finden und konsumieren. Und du hörst ja nicht nur, wie toll all die anderen Gemeinden sind. Du kannst, wenn du möchtest, ja auch hören, wie millionenfach verkehrt die anderen sind. Wie krass daneben die sind. Ich weiß nicht, ob du solche Dinge kennst. Ja, hier, irgendein bekanntes Gesicht von irgendeinem Prediger, vielleicht den du sogar schätzt. Irrlehrer steht da, ja, Irrlehrer. Und dann wird irgendwas erzählt über den, was er anscheinend falsch gesagt oder gemacht hat. Kurz darauf gibt es ein Reaction-Video. Einer reagiert auf das und das steht einem alles offen heutzutage. Und egal, ob du einer bist, der sowas konsumiert oder nicht, aber das beeinflusst ja unsere Gesellschaft, das beeinflusst auch unsere Gemeinde und Gemeinden. Ich will das jetzt erstmal gar nicht werten, ich möchte nur deutlich machen, diese Information war früher ja so nicht verfügbar und wir müssen irgendwie damit klarkommen. Und ich bin überzeugt, das macht ja auch etwas mit unserer Einheit. Und ich glaube durchaus, dass manche dieser Informationen, gab es früher auch schon in Schriftform, irgendwelche Blättlein, wo irgendein bekannter Prediger gewarnt hat vor dieser oder jener Strömung, natürlich. Teilweise absolut zu Recht. Manchmal fragt man sich, hat er der Gemeinde Dienst getan damit? Aber es lässt uns auseinanderdriften, damals wie heute. Uns als Jesusnachfolger, uns als Christenheit im besten, im biblischen Sinne. Weiß nicht, wie ihr das wahrnehmt, aber es gibt ja solche Themen, wo es Gläubigen ganz schwerfällt, auf einen Ende zu kommen. Wo es ihnen schwerfällt, Einheit zu halten. Also den Arminianern, wenn sie irgendwie strenge Kalvinisten sehen oder dem Paul-Gerhard-Liebhaber, wenn er mit einem christlichen Rapper zu tun hat. Und dann sagt er, das ist schwierig. Die Pfingstler, wenn sie mitbekommen, dass andere ihr Verständnis von Zungenrede belächeln. Oder die Gesetzestreuen, wenn jemand kommt und sagt, ja, der Buchstabe trennt, nur die Liebe verbindet. Oh, gehen alle Warnlampen an. Und die freieren Gläubigen, wenn sie strenge Gemeinden beurteilen mit ihren Regeln und Verboten zu Kleidung und was weiß ich was. Und ich weiß ja auch nicht, was in eurer Umgebung die Leute über euch denken. Die Gemeinden, ja, in der Umgebung, was die hier denken über Hirsbruck, wie ihr so unterwegs seid. Ja, wäre immer interessant, in die Köpfe reinzugucken. Was denken die wirklich über die Gemeinde, wie ihr hier zusammenkommt, wie ihr euch ansieht, was für Musik ihr praktiziert und so weiter. Das ist ja, manchmal kriegt man das ja gar nicht so mit. Aber wie soll man damit jetzt umgehen? Wie soll man damit umgehen mit diesen Unterschieden, dass wir uns so unterschiedlich auch wahrnehmen, beurteilen? Die einen sagen, naja, wir müssen uns halt alle lieb haben. Und das geht am einfachsten, wenn wir alle Unterschiede irgendwie unter den Teppich kehren. Aber das scheint ja auch nicht so richtig gut zu funktionieren Gerade in manchen Kreisen, ich weiß nicht wie du das wahrnimmst Aber die Leute, die früher am leutesten nach Toleranz geschrien haben Das sind nicht selten die gleichen Leute, die dich heute meiden Wenn du in gewissen kritischen Bereichen eine andere Meinung hast Und dann ist es ja auch so, wir haben ja teilweise eine ganz unterschiedliche Definition von Liebe Schon da unterscheiden wir uns ja Der eine sagt, ja weißt du, Liebe, das ist ja, wenn jeder sein darf, wie er will. Das ist doch Liebe, dann haben wir uns doch lieb. Wenn jeder seinen Weg gehen darf und der andere sagt, nein, nein, Liebe ist es, wenn ich dem anderen doch sage, was ihm nicht gut tut und was ihm schadet, das weiß er ja gar nicht selber. Und schon wird es schwierig mit der Einheit. Obwohl wir alle überzeugen, wir sollen uns lieb haben, aber es ist gar nicht so einfach. Und wo wir merken, dass wir Menschen, wenn wir auf uns und unsere Meinung gestellt sind, dass wir uns echt schwer tun. Und deswegen bin ich so froh, dass wir das nicht sind. Dass wir nicht auf uns alleine gestellt sind, sondern dass wir uns immer wieder versammeln dürfen um einen Gott und dass dieser Gott uns gnädig war und uns auch ein Buch gegeben hat. Ja, tatsächlich. Darauf für gesorgt hat, dass Dinge niedergeschrieben worden sind. Über Jahrtausende von Jahren. Die Worte von Propheten, die Worte von Aposteln. Und er dort Menschen wirklich begabt und inspiriert hat im wahrsten Sinne des Wortes. Und deswegen möchten wir da reinschauen, heute Vormittag auch einen Text gemeinsam lesen, der zum Thema Einheit einiges zu sagen hat und das steht im Epheserbrief. Wir haben gestern ja auch schon uns im fünften Kapitel ein bisschen was angeschaut. Heute ist es das vierte Kapitel das uns ein bisschen besch soll Das ist der Beginn der zweiten H vom Epheserbrief Nachdem Paulus in den ersten drei Kapiteln viel unsere Identit als Gl geschrieben hat erkl er jetzt in den Kapiteln 4 bis 6 ganz konkret, wie man als Gläubiger im Alltag leben soll. Und da heißt es, Epheser Kapitel 4, Vers 1, könnt ihr es entweder in euren Bibeln mitlesen oder hier vorne. Epheser 4, Vers 1, so ermahne ich euch nun, ich der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung, ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen. Jedem Einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus. Darum heißt es, er ist emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben. Das Wort aber, er ist hinaufgestiegen. Was bedeutet es anderes, als dass er auch zuvor hinabgestiegen ist zu den Niederungen der Erde? Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfülle. Mal bis dahin. Also Einheit war für Paulus ein sehr wichtiges Thema. Er kommt immer wieder darauf zu sprechen. Damals natürlich war es ganz besonders auch die Einheit von Nichtjuden und Juden, also Heiden und Juden, ein Riesenthema. Viele Juden, die an Jesus geglaubt haben, die haben es schlichtweg nicht für möglich gehalten. dass der Gott Israels auch für Griechen gekommen ist. Das war für die ganzen seltsamer Gedanke. Aber nach und nach haben sich Gemeinden gebildet, wo Juden und Heiden zusammen waren. Und wenn wir das Neue Testament lesen, dann sehen wir, da war es auch nicht immer so ganz einfach mit der Einheit. Da hat es manchmal ganz schön geknirscht, da war Sand im Getriebe und da gab es auch viele Unterschiede und da gab es Konflikte. Das war nicht immer so ganz einfach. Und deswegen schreibt Paulus hier, Leute, wandelt würdig eurer Berufung. Also, ich habe euch geschrieben, wie gesagt, in den ersten drei Kapiteln im Epheserbrief, was eure Identität, was euer Auftrag, was eure Berufung ist, hat er dargelegt. Jetzt lebt auch so. Und dann kommt er ganz schnell auf das Miteinander zu sprechen und er sagt da, wir sollen uns, und das gefällt mir von der Formulierung her, wir sollen uns ertragen. Ertragen. Also ich weiß nicht, wie es dir geht, aber hast du auch manchmal das Gefühl, der Gläubige neben dir ist komisch? Dass es Menschen gibt, die einfach, die gehen vielleicht in die gleiche Gemeinde oder die, ja, haben ein ähnliches Bekenntnis, aber da fragst du dich, Mensch, wie können die so anders sein? Wie können die so falsch liegen? Ja, vielleicht liest du auch irgendwelche Bücher oder hast irgendwelche Prediger, wo du denkst, doch, die haben ein vollmächtiges Wort und dann machen die irgendwas, wo du denkst, wie kann man nur? Ist doch komisch. Kann sein, du denkst, naja, dieser oder jener Gläubige, der bringt echt nicht viel Gutes für die Christenheit. Kann sein. Okay, ich will ihm sein Christsein nicht absprechen, aber puh, ganz schön happig, was der da abliefert. Ja, manchmal muss man Leute einfach nur ertragen. In der Gemeinde, hier vor Ort, darüber hinaus einander ertragen. Davon spricht Paulus. Dass es sein kann, man muss einander einfach mal nur ertragen. Aber ich glaube nicht einfach nur zähnig knirschend, sondern er beschreibt hier fünf Dinge. Und er sagt, in aller Demut, mit Sanftmut, mit Langmut, in Liebe, eifrig bemüht, die Einheit des Geistes zu bewahren. Und ganz ehrlich, ich bin wirklich überzeugt, dass viele Differenzen, sowohl innerhalb der Gemeinde als auch mit anderen Gemeinden im Zusammenspiel, beziehungsweise manchmal vielleicht sogar im Gegeneinander mit anderen Gemeinden, wo auch wirklich echte Jesusnachfolger sind, dass viel Uneinigkeit gar nicht immer daherkommt, dass wir so große Lehrdifferenzen haben. Natürlich gibt es diese Differenzen, aber ganz ehrlich, ich habe auch manche Differenzen mit meiner Ehefrau. Bin immer noch verheiratet. Wir haben gelernt, damit klarzukommen. Manchmal Kinder mit Eltern haben auch Differenzen, oder? Und kommen trotzdem miteinander aus. wenn es gesund läuft, wenn man an der Beziehung arbeitet, wenn man sich lieb hat. Ich glaube tatsächlich, dass ganz viel Uneinheit daherkommt, dass wir charakterliche Defizite haben, gerade auch in diesen Bereichen, die hier stehen. In der Demut, also Bescheidenheit, das Bewusstsein, dass es nicht um mich geht und dass ich eben nicht immer alles besser weiß, wir haben es gestern schon besprochen, einander höher zu achten. In der Sanftmut, das bedeutet ja Milde, das bedeutet Beherrschtheit, das bedeutet einen freundlichen Umgang, das bedeutet, dass wenn ich vielleicht auch eine gewisse Autorität habe oder ein gewisses Maß an Macht oder Überlegenheit oder Stärke, dass ich das nicht dazu einsetze, den anderen niederzudrücken, sondern ihn aufzubauen Sanftmut oder Langmut einen langen Atem zu haben Geduld eben die F Menschen zu ertragen gerade mit ihren Schw Fehlern und S auch wenn das ganz sch dauern kann Und das nicht morgen vorbei ist und sie es gleich gelernt haben, nur weil ich einmal mit ihnen gesprochen habe. und eben die Liebe, immer wieder die Entscheidung, das hatten wir diese Tage ja auch, die Entscheidung für den anderen, die Entscheidung zu geben, bewusst das zu tun, was das Beste für den anderen ist. Dann heißt es hier eifrig, bemüht um Einheit. Und da mal die konkrete Frage an dich, worum warst du vergangene Woche bemüht? Worum hast du dich gekümmert und was hat dich bekümmert? Was hat dich traurig gemacht vielleicht? Was hat dich vielleicht sogar zornig gemacht? Und was hat dir Freude gemacht? Was hat dich aufgerichtet? Was hat dich niedergedrückt? Was fällt dir da ein? Überleg es mal gerade so im Kopf. Es gibt ja unterschiedliche Dinge im Alltag, die uns kümmern. Und ich glaube, wenn wir nachdenken, müssen wir ehrlich sein, viele Dinge bekümmern uns, die sehr zweitrangig sind, vielleicht sogar siebzehntrangig. Sehr unwesentliche Dinge. Meine Frau lacht manchmal über mich. Und ich muss manchmal über mich selber lachen, weil mir manchmal unser Rasen so wichtig ist. Da laufe ich drüber, jetzt hat man einen heißen Sommer gehabt und dann sehe ich da, boah, da sind so große Schlitze da im Rasen und dann stehe ich da und denke mir, boah, muss man als irgendein Gemisch von Erde und Sand, damit man das verfüllen kann und damit es dann das nächste Mal, wenn es trocken wird, nicht wieder gleich aufgeht und wie macht man das? Und manchmal genieße ich es richtig, am Feierabend am Schlauch dazustehen, frisch eingesät und einfach nur dazustehen und den Rasen zu wässern. Das ist für mich so mein Entspannungsprogramm. Ich liebe das. Einfach nur Wasser zu verschwenden, dazustehen. Und manchmal bekümmert es mich, wenn meine Kinder dann kurz drauf wieder über den Rasen rennen und dann vorm Tor ist dann einfach nur so kein Rasen mehr, sondern halt so eine riesen fleckbraune Erdfläche. Ja, das sind so Dinge, wo mich manchmal kümmern und ich denke manchmal, wenn ich einen hellen Moment habe, was kümmert mich das? Echt? Jetzt stehst du da? Nicht, dass man das nicht dürfte, aber ich frage mich schon manchmal, wo sind die Prioritäten? Was hat dich diese Woche bekümmert? Und in Bezug auf unser Thema heute Morgen, hat dich diese Woche die Einheit der Gläubigen bekümmert? Oder hast du dich darum gekümmert? Warst du, wie es hier heißt, eifrig bemüht um Einheit? Ist doch ein guter Gedanke, oder? Das wäre es wert. Darum sich zu kümmern, zu sagen, okay, da möchte ich ein Augenmerk draufsetzen. Das ist deutlich wichtiger als Rasen. Die Einheit von uns Gläubigen. Und wenn Paulus hier schreibt, dass wir eifrig bemüht sein sollen, dann sagt er damit ja auch, Leute, das passiert nicht von selber, oder? Sonst bräuchte ich mich nicht bemühen. Und da sagen manche ja jetzt auch mal, ja Moment, Moment, Moment, lieber Daniel, es geht doch um die Einheit des Geistes, die kann man doch nicht machen, die macht doch Gott. Was meinst du? Stimmt das? Schauen wir uns den Text nochmal an. Und wenn wir genau hinschauen, dann fällt uns vielleicht auch auf, dass Paulus nicht schreibt, wir sollen die Einheit des Geistes herstellen. Das heißt, es stimmt, es stimmt, die Einheit des Geistes müssen wir nicht herstellen, wir können es gar nicht. Göttliche Einheit können wir als Menschen nicht machen. Deswegen nennt es Paulus ja korrekterweise die Einheit des Geistes. Das ist was anderes als Einheit unter Fußballfans. Einheit unter Fußballfans, das kann man herstellen, wenn man ein spannendes Spiel guckt, wo in der Nachspielzeit noch drei Tore fallen, da schweißt es zusammen. Und dann der letzte Eckball. Mensch, das ist dann schwierig. Aber es schafft Einheit, oder? Man freut sich zusammen, man leidet zusammen. Manchmal hilft auch Alkohol ein bisschen dazu, die Einheit zu fördern, ja ist klar. Einheit in einem Volk, zum Beispiel im ganzen Volk, ist ja dann besonders groß, wenn man ein klar definiertes gemeinsames Feindbild hat, oder? Das schweißt dann zusammen. Oder Einheit in der Familie, nicht selten. Wir wünschen uns das vielleicht nicht unbedingt, aber nicht selten Einheit in der Familie entsteht in Situationen, wo man gemeinsam Schweres durchmacht. Also es sind so Faktoren. Aber Einheit unter Gläubigen, ihr Lieben. die ist schon da. Die muss ich nicht machen, die gibt es schon. Und die liegt auch nicht an mir und an den schweren oder schönen Umständen oder an meiner tollen Lehre und meinem tollen Verständnis und wunderbaren Auslegungen und Ansichten und Sichtweisen. Die Einheit unter Gläubigen in einer Gemeinde weltweit, unter allen echten Jesusnachfolgen, die liegt am Geist. und der wohnt in jedem echten Gläubigen. Das liegt an der göttlichen Wahrheit, egal wie viel von dieser göttlichen Wahrheit ich schon begriffen habe und der andere oder vielleicht eben nicht. Die Einheit des Geistes, die kann ich nicht machen, die kommt von Gott, gewirkt durch seinen Geist. Aber, aber Achtung, die Einheit des Geistes, ich kann sie kaputt machen. Ich kann sie kaputt machen. Und deswegen fordert uns die Bibel auf, seid eifrig bemüht, die Einheit des Geistes zu bewahren.
passt auf, die kann kaputt gehen, die ist fragil. Nicht, dass wir sie zerstören könnten, dass wir den weltweiten Leib in dem Sinn jetzt auseinanderbringen und dass es göttliche Einheit als Einheit nicht mehr gibt. Aber im Miteinander mit dem Menschen, der mir gegenüber sitzt, im Miteinander mit der Gemeinde, mit der ich da zu tun habe, da kann ich diese Einheit wirklich beschädigen, auch nachhaltig. Und wie kann ich sie bewahren? Dazu fordert uns Paulus ja hier auf und er schreibt es durch das Band des Friedens. Und ich glaube, da ist wichtig, dass wir uns immer wieder bewusst machen, Friede ist nicht dort, wo alle gleich denken, wo alle das Gleiche gut finden, wo Menschen gleich geschaltet sind, wo alle Unterschiede und Differenzen unter den Tisch gekehrt werden, damit ja keine Missstimmungen entstehen. Ich glaube nicht, dass das der Friede ist, den Gott meint. Göttlicher Friede ist dort, wo Menschen sich einig sind in der Frage, was das Wesentliche, das Wichtigste, das Ziel ist und vor allem, wer das Ziel ist. Nicht nur was, sondern wer das Ziel ist, wer die Autorität ist, wer der Herr ist. Und deswegen beschreibt Paulus das Band des Friedens auch hier in sieben Begriffen. Begriffen, er schreibt hier ein Leib, ein Geist, eine Hoffnung, ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater. Und er steigt hier ein mit dem Begriff des Leibes, des Körpers. Und ich glaube wirklich, das ist auch für mich persönlich eines der markantesten Bilder. Dieses Bild ist mir wie auf den Leib geschneidert. Ich werde ständig damit konfrontiert, wenn ich in den Spiegel gucke, habe ich einen Körper vor Augen. Ich sehe den Körper und es ist so ein schönes, starkes Bild für Einheit. Und ich glaube, deswegen hat Gott uns auch als Körper so gebaut, wie wir sind. Weil er wollte, dass wir Einheit verstehen. Gottes Idee von Menschheit, von Gläubigen, von seinem Volk ist wie so ein Organismus, der aus ganz verschiedenen Teilen besteht und der deswegen Großartiges zustande bringt, weil Menschen zusammenarbeiten, wie die Körperteile zusammenarbeiten und nicht gegeneinander. Das ist das Bild des Körpers, ein Leib. Und wenn es dann heißt ein Geist, dann heißt es ja nichts anderes, als dass dieser Körper gesteuert wird von Gott selbst, von seiner göttlichen Gesinnung. Dieser Geist soll leiten, nicht unsere eigenen Pläne und Ideen und Gedanken, sondern Gottes Ideen und Gedanken und Pläne. Eine Hoffnung heißt es hier. Wir sollten dasselbe Ziel haben. Wir haben eine wunderbare Zukunft, auf die wir gemeinsam zusteuern. Wir dürfen wissen, es gibt wahre, echte Gerechtigkeit. Es gibt echten Frieden. Es gibt dieses ungetrübte Glück. Und wir steuern direkt darauf zu, das darf und sollte uns vereinen, dass wir dieses Ziel haben. Und dann, wenn es heißt, ein Herr, ist doch klar, dass es bedeutet, wir versammeln uns unter seiner Autorität. Sein Wort gilt für uns. Ja, es kann sein, dass wir manchmal in Bezug auf Auslegungen unterschiedliche Ansichten haben, hier und dort. Das ist normal. Aber das ist auch gar nicht das größte Problem. Da sollten und müssen wir lernen, den anderen höher zu achten als uns selbst. Problematisch wird es in dem Moment, wo Gläubige nicht mehr die Autorität von Gott anerkennen. Die Autorität über ihr Leben, das ist ja das, was uns zu Gläubigen macht, was uns auszeichnet. Da, wo Menschen da Abstriche machen, da muss Einheit massiv bröckeln. Und dann ein Glaube heißt es hier, wir haben dieses gemeinsame Fundament, das müssen wir nicht herstellen, das gibt es schon. Das Überzeugtsein von Tatsachen, die man nicht sieht, wie es der Hebräerbrief formuliert. Das Überzeugtsein von diesen wesentlichen Aspekten des Evangeliums. Ja, wir haben diesen Herrn, unseren Herrn Jesus, der im Fleisch gekommen ist, der für unsere Sünden gestorben ist. Und weil er auferstanden ist, dürfen wir ewig mit ihm leben. Davon sind wir überzeugt und das verbindet uns. Und dann ist hier noch die Taufe gemeint und da kann jetzt schon wieder der Streit losgehen. Ja, weil es da ganz unterschiedliche Ansichten gibt. Die einen sagen, ja klar, Erwachsenentaufe, die anderen sagen, nein, ist doch klar, Kindertaufe. Beide halten das für ziemlich klar. Interessant. Nach vorne oder nach hinten taufen, manche Gemeinden schreiten sich da sehr. Ein paar Spritzer Wasser auf die Stirn, echt jetzt? Taufbecken oder Baggersee, weißes Kleid, T-Shirt. Wir Gläubige haben da viel Potenzial, unterschiedlich zu denken und auch uns zu streiten. Aber auch wenn wir sehr überzeugt sind von der Art und Weise, wie wir es machen, ja, ihr wie ihr es macht eben hier, ich glaube, es ist tatsächlich noch wichtiger als die äußere Form, das Überzeugsein, wofür die Taufe steht. Wie es in 1. Korinther 12, Vers 3 heißt, denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hineingetauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie. Oder in Galater 3 wo steht dass wir nun alle zusammen Kinder dass wir S Gottes sind weil wir in Christus Jesus hineingetauft worden sind Wir haben sozusagen so hei es dort Christus angezogen Altes Leben ausgezogen Christus angezogen Ich glaube, da sind wir uns einig und dafür steht die Taufe. Das ist es, wofür die von Gott gewirkte Einheit steht. Und der letzte Punkt hier, ein Gott und Vater. Er ist nicht nur mein Vater im Himmel, er ist unser Vater im Himmel. Wir müssen es ja auch unser Vater immer nennen. Er ist unser Vater. Und so finden wir in diesen sieben Begriffen sogar die Dreieinheit wieder. Wenn vom Geist die Rede ist, von Herrn, ein Gott und Vater ist da drin. Die Einheit der Kinder Gottes ist in Gott begründet. Das durchdringt immer wieder alles und muss da drin begründet sein. Und die Unterschiede und Unreife unserer lieben Mitgeschwister, wir sind ja die Reifen, die sollen wir in Demut, in Sanftmut und Geduld ertragen, so wie es wünschenswert wäre, dass sie unsere Unreife, unsere Unterschiede, die wir haben, in Geduld und Sanftmut und Demut ertragen. Und dann schreibt Paulus hier noch, Gott über allen und durch alle und in allen. Das ist quasi für mich so die echte Einheit, die göttliche Einheit auf eine geniale Super-Kurzformel gebracht. Also Gott über allen heißt ja, genau wie wir es vorhin beim Begriff Herr hatten, er ist die Autorität, er ist der Herr, wir versammeln uns demütig unter ihm. Nicht wir sind maßgebend, er ist maßgebend. Er darf definieren und bestimmen, was wichtig und was unwichtig ist. Was wertvoll ist und was wertlos ist. Was richtig und falsch ist. Da wollen wir uns immer wieder von ihm korrigieren lassen. Auch dann, wenn er andere Geschwister benutzt, um das zu tun. Ich kann mich erinnern, lieber Bekannter von mir, der war Pilot bei der Swissair. Und dann war es Swiss später, ja, und da hat er eine Begebenheit aus dem Cockpit geschildert, wo er da ist und so die Checkliste durchgeht und im Stillen betet, Herr, lass mich keinen Fehler machen und lass mich bitte nichts vergessen. Und sein Co-Pilot, ein junger Schnösel, gerade so frisch im Cockpit, sagt dann, Chef, hast du schon da und da dran gedacht? Und er hat dir nicht dran gedacht. Und er sagt nur, Herr, doch nicht so. Ich soll es mich schon erinnern, aber doch nicht durch diesen Schnösel hier. Ein Geistesblitz wäre mir viel lieber gewesen. Versteht ihr? Ja, ist doch so. Gott benutzt oft Menschen, um uns zu korrigieren, um uns in Wahrheit zu leiten. Sein Geist wirkt auch durch andere Menschen an uns. Dann heißt hier Gott durch alle. Gott durch alle. Das heißt, Gott benutzt tatsächlich seine Kinder, um an uns zu wirken. Er kann sogar Ungläubige benutzen, das ist doch krass. Gott wirkt auch durch die Schwachen. Gott wirkt auch durch die mit falschen Ansichten. Das ist interessant, oder? Gott wirkt durch Menschen mit falschen Ansichten. Übrigens, Randnotiz, wir haben alle massenhaft falsche Ansichten. Jeder von uns. Wenn Gott nur durch die wirken würde, die alles richtig sehen, dann blieb keiner übrig. Mal sacken lassen. Gott wirkt durch Menschen mit falschen Ansichten. Gott sei Dank. Er wirkt auch durch mich. Und dann heißt es Gott in euch allen. Er wohnt in uns. Alle Nachfolger von Jesus weltweit sind sein Tempel. Er wohnt in uns. Er wirkt in uns. Er verändert mich. Das ist Einheit. Ein Gott, ein liebevoller, fürsorglicher Vater, über allen die Autorität, durch alle er wirkt. Und in uns verändert mich. Gut, ich denke, es gibt vielleicht zum Thema Taufe, sagt der ein oder andere Daniel, da bist du ein bisschen kritisch gewesen heute Morgen. Jetzt bei den anderen Bereichen denke ich, okay, da können wir auch hier in Herstbruck ziemlich einig sein. Nehme ich mal an, sonst kommt gerne auf mich zu nachher. Würde doch wahrscheinlich sagen, jawohl, doch, stimmt so, steht ja in der Bibel, ist okay. Verstehen wir auch so, war jetzt vielleicht ein bisschen theoretisch, lieber Daniel, heute Morgen, aber ja. Aber das Interessante ist ja, obwohl wir grundsätzlich mit vielen solchen Dingen übereinstimmen in der Theorie, tun wir uns trotzdem ja mit manchen Geschwistern enorm schwer. Sei es in der Gemeinde, sei es auch darüber hinaus. Mit diesem oder jedem Pastor vielleicht, mit dem oder jedem YouTube-Kanal oder Gemeinde oder Lehrmeinung. Aber bevor wir jetzt Lehren abarbeiten und verschiedene Ansichtungen, Auslegungen vergleichen und diskutieren, möchte ich mit euch heute Vormittag viel lieber anschauen, wie Paulus in diesem Abschnitt weitermacht. Und da stoßen wir auf einen Abschnitt, der für mich echt eine harte Nuss war, weil ich überhaupt nicht verstanden habe, worauf Paulus da hinaus will. Nach diesen sehr komprimierten Worten, die wir gerade angeguckt haben in Epheser 4, die Verse 1 bis 6, wo es um Einheit geht, die Definition von Einheit, da schreibt Paulus dann in Vers 7, schaut mal rein. Jedem Einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus. Okay wenn wir ein bisschen dr nachdenken verstehen wir wahrscheinlich okay Paulus macht deutlich Einheit bedeutet durchaus Unterschiedlichkeit Ma der Gabe des Christus Das Maß ist nicht für jeden gleich, ist unterschiedlich. Die Gnade ist uns gegeben, ja also auch in Bezug auf unverdiente Dinge. Das bedeutet ja Gnade. Gnade ist etwas unverdient Gutes, was ich bekomme. Und das ist unterschiedlich. Nicht jeder ist gleich. Gott teilt unterschiedlich aus. Gott bringt also Einheit niemals durch Gleichheit oder Gleichförmigkeit zustande. Sogar genau im Gegenteil. Wir sollen uns ergänzen. Das ist Gottes Idee von Einheit. Heute wird versucht, ganz oft in der Gesellschaft, dass man Einheit zustande bringt, indem man alle gleich macht. Es müssen alle genau gleich sein. Göttliche Einheit funktioniert ganz anders. Schon in der Ehe geht es ja los. Mann und Frau sind unterschiedlich. Und in dieser Unterschiedlichkeit dürfen sie zu einer Einheit zusammenwachsen, weil eben der eine hat, was der andere nicht hat und man sich ergänzen kann und soll. Körperteile in dem Körper, wir hatten es. Wie unterschiedlich sind die einzelnen Körperteile, ist ja gewaltig. Also Ohrläppchen und Niere, deutliche Unterschiede. Ist ja krass, wir brauchen sie. Warum schreibt Paulus aber hier dann von, Moment. Wie Paulus weitermacht, hier, ich habe einen Vers übersprungen, wie Paulus dann weitermacht, das habe ich dann nicht so richtig verstanden. Weil, wenn wir hier Vers 7 haben, sagen wir noch, okay, ja, Unterschiedlichkeit, das verstehen wir noch, aber dann, wenn es hier heißt, darum heißt es, er ist emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben, das Wort aber, er ist hinaufgestiegen. was bedeutet das anderes, als dass er auch zuvor hinabgestiegen ist, zu den Niederungen der Erde, der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfülle. Und das ist so ein Moment, weiß nicht, wie es dir geht, wo ich wirklich vor der Bibel hocke, wie so der Ochs vor dem Berg. Und ich denke, wie bitte? Verstehe ich nicht. Nur Bahnhof. Also, lieber Paulus, was hat das jetzt damit zu tun? Nun, das ist das Schöne, ihr Lieben, wenn wir hier Sonntagmorgen uns reserviert haben für Gemeindebesuch, dann hat man ja bewusst Zeit, um auch solche Texte mal sich genauer anzuschauen. Und ich wünsche mir, dass nicht nur der Sonntagmorgen bei dir so ist, dass du auch im Alltag immer wieder so Zeiten hast, aber jetzt sind wir heute Morgen zusammen, können uns gemeinsam Zeit nehmen und auch über diesen Vers oder über diese Verse nachdenken. Lesen wir nochmal in Ruhe Vers 8, wenn es heißt, darum heißt es. Schon hier bleiben wir mal kurz stehen. Darum heißt es. Warum heißt es darum? Nun, ich denke es klar, darum heißt es, ist die Idee, dass wir von Paulus mit reingenommen werden in eine Begründung. Darum. Darum heißt es. Er nimmt Bezug auf eine andere Bibelstelle. Sagt, schaut mal, wegen diesem Thema, das ich jetzt gerade hier ausgebreitet habe, darum steht doch schon an einer anderen Stelle. Und die meisten Bibeln, die ihr jetzt dabei habt, verraten euch wahrscheinlich, braucht ihr gar nicht mutmaßen, auf welche Stelle der Paulus hier Bezug nimmt. Hat jemand von euch so eine Fußnote? Könnt ihr mal reinschauen? Darum heißt es. Heißt es ist Bezug auf eine andere Bibelstelle. Findet ihr das? Das Zitat, das Paulus hier anführt, kommt aus. Wer sagt es? Genau, Psalm 68, richtig. Ich lese dir mal den Vers vor, den Paulus hier zitiert. Und es kann sogar sein, damit wird es noch verwirrender. hör mal hin, Psalm 68, Vers 19, ich habe es euch hier mal auf der Folie nebeneinander gestellt. Du bist zur Höhe emporgestiegen, hast Gefangene weggeführt, du hast Gaben empfangen unter den Menschen, auch den Widerspenstigen, damit Gott, der Herr, eine Wohnung hat. Siehst du das, was mich verwirrt hat da? Also abgesehen davon, dass ich gar nicht verstanden habe, was Empor- und Runtersteigen mit Einheit zu tun hat, steht hier, dass er, wer auch immer er ist jetzt mal, Gaben empfangen hat, aber in Epheser 4, Vers 8 steht, dass er Gaben gegeben hat. Wo ich mich auch wieder frage, wie am Anfang in der Stelle aus dem Hebräerbrief, ja Mensch, hat vielleicht der Schreiber den ursprünglichen Text nicht mehr so richtig im Kopf gehabt oder war seine Übersetzung verkehrt. Da gibt es verschiedenste Theorien, kannst du ganze Bücher lesen, ja, abschnittweise wird darüber philosophiert, was dann der Grund sein kann, warum das so gekommen ist. Aber ganz ehrlich, ich möchte Gott, meinem Gott zutrauen, dass sogar solche Dinge Absicht sind, göttliche Absicht sind. Aber wenn ich mir dann Zeit nehme, so wie wir es heute Morgen jetzt haben, und vielleicht in meiner stillen Zeit darüber nachdenke und dann nachlese, dann ist es ja gut zu sagen, okay, ich gucke mir vielleicht auch mal den Kontext an, oder? Kontext ist was Gutes. Ein Vers nicht nur rauszugreifen, sondern im Kontext zu lesen. Aber wenn ich dann das tue und Psalm 68 lese, muss ich euch auch ehrlich sagen, Also lieber David, der hat hier einen wunderbaren Psalm geschrieben, aber über die Einheit von Gläubigen ist nicht mein erster Gedanke. Ich nehme euch da mal mit rein, der Psalm geht los. Also dieser Psalm 68, den Paulus hier zitiert. Und ich m euch mal bitten bei den ersten Versen dieses Psalms in eurem Kopf zuzulassen dass Bilder entstehen Ich glaube das ist das Ziel wirklich das ist Poesie hier in diesem Psalm Also, dem Chorleiter oder Dirigenten ein Lied mit Begleitung, so heißt es, ein Psalm von David. Gott steht auf und zerstreut seine Feinde, und die ihn hassen, ergreifen die Flucht. Wie Rauch der verweht, so treibst du sie fort. Und wie Wachs im Feuer zerfließt, so vergehen die Gottlosen vor Gott. Doch die Gerechten werden sich freuen, werden jubeln vor ihm, überwältigt von Glück. Nur mal bis dahin, so ein paar Verse. Wir können uns jetzt nicht die Zeit nehmen, den ganzen Psalm zu lesen. Oder ich möchte mir das jetzt nicht nehmen. David hat diesen Psalm geschrieben, so wie 70 andere Psalmen oder über 70 andere Psalmen ja auch noch. Und in diesem Psalm 68, da beschreibt David Gott als einen siegreichen Herrscher, als einen, der die Feinde zerstreut, eben Rauch, wie Rauch geht in der Luft, nicht mehr zu finden ist so, werden irgendwann die Feinde Gottes nicht mehr zu finden sein, wie Wachs zerfließt. Also Gott als einer, der in einem Triumphzug heimkehrt und der bejubelt wird. Und dann, das ist das Bild, das David zeichnet in diesem Psalm 68. Wie gesagt, wir sind draufgekommen, weil wir gesehen haben, im Epheserbrief wird aus Psalm 68 zitiert von Paulus. Und in diesem 68. Psalm, da beschreibt David nicht nur Gott als den gewaltigen Triumphator, der da jetzt einzieht mit Macht und Pomp, sondern wenn wir diesen Psalm lesen, und ich möchte sehr Mut machen, das zu Hause vielleicht heute Abend oder in der nächsten Woche nochmal zu tun, in deiner stillen Zeit mal noch mit einzubauen, Da wird Gott auch noch beschrieben als ein Vater der Weisen zum Beispiel oder als ein Anwalt der Witwen. Als einen, die Formulierung gefällt mir, der Einsame nach Hause bringt und, hören wir hin, der Gefangene hinausführt ins Glück. Was für eine coole Formulierung, oder? Gott als einer der Gefangene hinausführt ins Glück. Und dann erinnert David in diesem Lied, wie auch in vielen anderen Psalmen, an die Zeit der Wüstenwanderung. Und ich möchte euch nur ein paar Bilder mit hineinnehmen, könnt ihr dann gerne in Ruhe selber für euch noch lesen. Das ist die Rede davon, dass Gott einher schreitet in der Wüste. Was denkst du, was passiert, wenn Gott einher schreitet in der Wüste? Nun, die Erde bebt, die Erde bebt. Der Himmel fängt am Berg Sinai an zu triefen. Und das ist kein Zorngewitter, so wie David es beschreibt. Es ist ein wohltuender Regen in der Wüste, der aufrichtet und stärkt die Leute, die schwach sind, die Leute, die am Ende sind, die die fertig sind. Und dann schreibt David in diesem Psalm 68 von Bergen und er spricht von Bergen, als wären es Menschen. Also krasse Art von Poesie. Und Gott wird beschrieben als einer, der unzählbar viele Streitwagen hat. Hast du das Bild im Kopf? Lass die Bilder entstehen. Unzählbar viele Streitwagen, eine Heeresmacht. Zehntausende und mitten in der Mitte dieser Zehntausenden Streitwagen, in der Mitte, da ist der Herr wie sein gigantischer Berg an Heiligkeit mittendrin. Und dann, an dieser Stelle vom Psalm 68, kommt dieser Vers, den Paulus zum Thema Einheit zitiert. Ich lese nochmal. Du bist zur Höhe emporgestiegen, hast Gefangene weggeführt, du hast Gaben empfangen unter den Menschen. Der Vers geht noch weiter, aber Paulus zitiert nur die erste Hälfte. Und dann erklärt Paulus in meinen Worten jetzt, Leute, also wenn es in Psalm 68 heißt, dass Gott, denn es geht zweifelsfrei um ihn, wenn es heißt, dass er emporgestiegen ist, und so hat David das ja durch den Heiligen Geist geleitet, gedichtet, dann bedeutet es im Umkehrschluss ja ganz klar auch, dass er zuvor hinabgestiegen ist. Der, der hinabgestiegen ist, ist der gleiche, der auch hinaufgestiegen ist. Das ist die Auslegung von Paulus zu dieser Vershälfte aus Psalm 68. Und wisst ihr, ihr seid da vielleicht weiter im Kopf und geistlicher als ich, aber ich stehe vor solchen Versen manchmal und denke, okay. Ja, okay, und jetzt? Also mag ja sein. aber schon klar, wenn jemand im Hochhaus eine Penthouse-Wohnung hat und du triffst ihn im Aufzug nach oben, dann kannst du schlussfolgen, dass er zuvor mal irgendwann runtergefahren ist. Also okay, lieber Paulus, was hat das mit dem Thema Einheit zu tun? Und warum behauptest du dann auch noch, dass der hinabgestiegene und wieder emporgestiegene Gott den Menschen Gaben gegeben hat, wo doch David gedichtet hat, dass Gott Gaben empfangen hat? Und wie gesagt, ich glaube tatsächlich, Dass solche Dinge, wo wir drüber stolpern und Leute haben, die sagen, das musst du aus dem Hintergrund verstehen und das ist geschichtlich so einzuordnen und deswegen ist es so gekommen. Ich glaube tatsächlich, dass Gott über seinem Wort gewacht hat und auch in solchen Dingen Schätze versteckt hat für die Leute, die sich Zeit nehmen. Zeit, um darüber nachzudenken, nachzusinnen. Manchen Vers vielleicht auch mal wieder auf die Seite zu legen, weil man sagt, du verstehe ich gerade nicht. Herr, zeig mir doch, wenn da was drin ist, was gerade für mich wichtig ist. Ansonsten lese ich einfach mal weiter. Hol es irgendwann mal wieder vor. Denk nochmal drüber nach. Und, um
Um es an diesem Beispiel zu verdeutlichen, da beschäftigt man sich vielleicht irgendwann mal intensiver mit so einem Psalm und merkt plötzlich, wofür dieser Psalm eigentlich steht. Dieser Psalm 68, der ein Lied ist, der der Gottes Triumph über seine Feinde ja feiert. Ein Lied, das ihn zeigt als einen, der in einem Festzug triumphal einzieht. Und es werden Bilder gemalt von einem König, der bejubelt wird. Und da gibt es Sänger, die singen. Das ist ein cooler Sound sein dort. Da gibt es Schlagzeugerinnen. Da kommt die High Society von allen Kontinenten, so wird es beschrieben. Und sie singen alle mit, sie musizieren zur Ehre Gottes. Wie ich es schon vorhin kurz angesprochen habe, wird Gott nicht nur als triumphaler Sieger und Herrscher gezeigt, sondern auch einer, der sich um Witwen kümmert, der sich um Waisen kümmert, der sich um Arme kümmert, um Gefangene, auch um Einsame kümmert. Der als Hirte seine Herde versorgt. der sogar das Wetter so steuert, dass Menschen erquickt und gestärkt werden. Und eben als der, der emporgestiegen ist. Und David gebraucht in seinem Psalm das damals bekannte Bild des Triumphators, der Gefangene mitführt und der als Sieger von den Besiegten beschenkt wird. Heute würde man das wahrscheinlich Reparationen nennen, die geleistet werden. David beschreibt Gott und er beschreibt ihn und es ist wirklich interessant, auf der einen Seite als den absolut mächtigen Gott und auf der anderen Seite als den absolut gütigen Gott. Als den, der alles lenkt, der alles besiegt und als Höchsten aller Herren, der hinabgestiegen ist, um wieder emporsteigen zu können. Der ganze Vers 19 heißt, du bist zur Höhe emporgestiegen. hast Gefangene weggeführt. Du hast Gaben empfangen unter den Menschen, auch den Widerspenstigen. Und dann heißt es hier, damit Gott, der Herr, eine Wohnung habe. So beschreibt David das Ziel Gottes, seiner Aktion hinabzusteigen und hinaufzusteigen. Gott möchte eine Wohnung haben. Deswegen ist er hinabgekommen, hat Gefangene gemacht, hat sich Geschenke abgeholt und ist wieder emporgestiegen. Und jetzt kommt Paulus an und sagt im Epheserbrief, Leute, das ist eigentlich das ideale Zitat, um euch als neutestamentliche Gemeinde zu verdeutlichen, was Einheit in Vielfalt ist. Und die Tatsache, dass ich erstmal wieder Ochs vorm Berg stehe und gar nichts kapiere, das deutet doch darauf hin, dass Paulus die Psalmen ziemlich anders liest als ich, oder? dass er überhaupt kein Problem damit hat, alttestamentliche Texte sehr direkt auf sich selbst, auf die Gemeinde, auf das Leben als Gläubiger zu übertragen. Aber wenn ich mir Zeit nehme und darüber nachdenke, dann fällt mir auf, okay, es geht in diesem Psalm 68 vorrangig um Gott, ja. Aber es gibt auch andere Personengruppen. Es gibt eben diesen Gott, den mächtigen Sieger, der herabgekommen ist und siegreich wieder emporsteigt, der eine Wohnung haben will. Dann gibt es m K und Herrscher ja Feinde Gottes die in diesem Psalm von Gott besiegt werden die gefangen werden die die Flucht ergreifen sich wie Rauch ihr erinnert euch in der Luft aufl wie Wachs im Feuer zerflie Und dann gibt es noch eine Personengruppe, nämlich die Menschen auf Gottes Seite, seine Freunde. Und wenn wir diesen Psalm studieren, dann merken wir, die zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie besonders toll sind oder besonders mächtig sind. Wie gesagt, ich möchte euch ermutigen, den Psalm zu Hause zu lesen. Diese Menschen, die auf Gottes Seite sind, was haben sie gemeinsam? Nun nochmal, es sind Witwen und Waisen, es sind Einsame und Gefangene, es sind Leute in der Wüste, so werden sie geschildert. Und es sind Leute, über die sich Gott erbarmt. Es sind Leute, die Gott versorgt, denen Gott Regen schenkt, wenn sie unter Trockenheit leiden. Denen Gott Sieg schenkt, wenn ihre Feinde sie platt machen wollen. Denen Gott sogar dazu verhilft, dass ihre Feinde ihnen Geschenke machen. Und es sind Leute, die deswegen, weil sie erkannt haben, wer dieser Gott ist, was er für sie tut, wie wichtig sie ihm sind, die ihnen anbeten, die singen, die musizieren, die loben, die Gottes Sieg feiern. Explizit werden Frauen und Mädchen genannt, die Pauken schlagen und Beute verteilen. Und Paulus kennt ja diesen Psalm viel besser, als ich ihn kannte, wahrscheinlich auch als die meisten von euch. Und ich bin davon überzeugt, er hat genau diese Bilder aus diesem Psalm vor Augen, als er der Gemeinde in Ephesus schreibt, wie wichtig Einheit ist. Und ich glaube, er möchte Ihnen sagen, ihr lieben Gläubigen in Ephesus, wir alle sollten uns doch gemeinsam auf die Seite des Siegers stellen. So wie die Leute hier in Psalm 68. Wir sind Freunde Gottes, auf seiner Seite. Menschen, die ganz unterschiedlich sind, die ganz unterschiedlich dienen. Egal in welcher Position, sie dienen dem gleichen Herrn. Sie nehmen ihren Platz in der Herde wahr. Sie dienen mit begrenzten Begabungen, mit sehr begrenzten Ressourcen, mit sehr begrenzten Einsichten, mit sehr begrenzten Möglichkeiten, mit vielen Fehlern und Schwächen und falschen Ansichten. Sie sind ganz unterschiedlich. In der Fortsetzung im Epheserbrief nennt Paulus dann so unterschiedliche Begabungen, auch wie Apostel, Propheten, Evangelisten, Lehrer, Hirten und so weiter. Ich glaube, das ist eigentlich das Bild aus Psalm 68, wo wir sehen, dass die, die auf Gottes Seite stehen, sich gemeinsam in ihre Unterschiedlichkeiten diesen Triumphzug einreihen. Und sie feiern gemeinsam, dass sie einen Gott haben, der hinabgestiegen ist, der sich nicht zu schade war, seine Herrlichkeit zu verlassen, hinabzusteigen, um triumphal wieder empor zu steigen. Es wird ein Gott gezeigt, der versorgt, ein Gott, der tröstet, ein Gott, der Heimat schenkt, der Feinde in die Flucht schlägt und der sogar Beute mitbringt. Der seine Feinde nicht nur besiegt, sondern sogar dafür sorgt, dass er noch Geschenke bekommt. Der Beute macht und es heißt in Psalm 68, Frauen zu Hause verteilen diese Beute dann. Dieser Sieger, der hinabgestiegen ist, weil er eine Wohnung haben wollte, Und der Triumphal wieder hinaufgestiegen ist, damit er, wie es Paulus dann formuliert, alles erfülle. Und es macht auf mich den Eindruck dass w David noch den Siegeszug vor Augen hat wo Gefangene mitgef werden und der Sieger Geschenke von den Besiegten bekommt dass Paulus da quasi schon einen Gedanken weiter ist wenn er Psalm 68 zitiert und da deutlich macht, dass Gott die besten Geschenke und Begabungen, die er eingesammelt hat, nicht für sich eingesammelt hat, sondern schon wieder verteilt, gaben austeilt, gaben gibt an andere, an diese Menschen, die gemeinsam mit ihrem Körper, den Gott ihnen bereitet hat, gemeinsam ein Leib sind, der sich nicht nur dadurch definiert, welche Opfer und Gaben er bringt, sondern dadurch, dass er Ohren hat, die auf Gottes Stimme hören. Und wisst ihr, wenn ich mir so Zeit nehme und darüber nachdenke, über Epheser 4, über dieses Zitat, über den ganzen Psalm 68, dann ahne ich plötzlich, dass Einheit für Paulus und ich glaube auch für Gott einen ganz anderen Schwerpunkt hat als für mich. Während ich mich unterhalte und diskutiere mit anderen über unterschiedliche Lehrmeinungen und Auslegungen, da zeigt Paulus, Mensch, wäre vielleicht dran, sich zu versammeln. Zu versammeln als Freunde Gottes gemeinsam um den Herrn, um den Sieger, um die Autorität, um den Herabgestiegenen und um den Emporgefahren. Ich glaube, da möchte er uns wirklich Mut machen und sagen, lasst euch doch mitreißen, lasst euch begeistern von diesem mächtigen Triumphator in der Höhe, der sich nicht zu gut ist, um herabzufahren, um Arme sich zu kümmern, um Elendet sich zu kümmern, um Kranke sich zu kümmern, den Einsamen nachzugehen und ihnen Heimat zu schenken. Und ich glaube tatsächlich, wenn wir es ihm nachtäten, wenn wir diesen Gott vor Augen haben, in seiner Allmacht und in seiner Güte, in seinem Erbarmen. Und wenn wir in uns, durch seinen Geist, in uns gepflanzt, diese Sehnsucht verspüren und der nachgehen, diesem Gott ähnlich sein zu wollen, ihm nachzueifern in dieser Barmherzigkeit, in dieser Güte, in dieser Treue, in der Sanftmut, in der Geduld. Ich glaube, dann wird Einheit sichtbar, erlebbar und wird eine Einheit, die Gott groß macht, Weil es die Einheit ist, die in ihm begründet ist und schon immer da ist. Wir sollten sie nicht kaputt machen. Ich glaube, das ist eine Einheit, die Gottes Ehre groß macht. Das ist eine Einheit, wo Menschen dazu bringt, dass sie uns als Gläubige anschauen und sagen, boah, also, das ist echt ein genialer Gott. Wenn ich mir die anschaue, wie die miteinander umgehen, das ist was Schönes. Ich merke, danach sehnt sich mein Herz eigentlich. So ganz anders als in der Gesellschaft, wo es auseinanderdriftet, wo man gegeneinander arbeitet, wo man immer guckt, wie man irgendwie noch was rausholen kann für sich, für sein Image, für sein Ansehen, für das, wie recht man selber hat. Boah, hier ist es anders. Sie versammeln sich unter diesem einen Haupt. Bitte, damit mich keiner falsch versteht, auch heute Morgen. Natürlich gibt es Irrlehre, gegen die wir uns abgrenzen müssen. Natürlich gibt es Irrlehrer, die wir beim Namen nennen müssen. Entwicklungen, vor denen wir warnen müssen, weil sie Gott nicht entsprechen. Keine Frage. Aber ich glaube, wir sollten uns immer wieder besinnen auf die Einheit, die schon da ist. Ich glaube wir sollten es mehr tun als uns um unseren Garten zu k Das das Gras und die Trockenheit und was wei ich was alles Mehr als um irgendein leckeres Essen mehr als um unsere Ferien unser Auto und was auch immer Wir finden diese Einheit, die von Gott gewirkt ist bei all denen, die mit uns einen Leib bilden, dieselbe Hoffnung, denselben Glauben an den auferstandenen Gott und Herrn, den wir auch wirklich Herr in unserem Leben sein lassen wollen, wenn wir uns unterordnen. Auch wenn wir in manchen Punkten vielleicht unterschiedlicher Meinung sind. Und weil wir denselben Gott haben, der uns ein guter und fürsorglicher Vater ist, wollen wir uns hinter ihm versammeln in diesem Triumphzug. Wir wollen uns von seinem Geist leiten lassen, wie wir es sehen hier in Epheser 4. Und ich wünsche mir, dass Einheit, bei uns in Speiching, bei euch in Hersbruck, bei uns als Gläubigen, bei uns als Leib Christi immer mehr nicht wahrgenommen wird als ein schwieriges Thema. Oh, Einheit ist ein schwieriges Thema. Sondern dass wir in Psalm 68 einstimmen können und sagen, das ist so ein schönes Thema. Das ist so was Schönes. Gemeinsam loben und anzubeten. Gemeinsam Geschenke verteilen und musizieren, weil wir auf Gottes Seite stehen und weil auf Gottes Seite sogar unsere Feinde uns am Ende noch Gutes tun. Das wünsche ich mir. Amen. Ich möchte noch beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir Danke sagen, dass du dieser Gott bist, der sich nicht zu schade war, hinabzufahren. Zu uns zu kommen. Mit einem Ziel, du möchtest Wohnung haben. Und du nimmst uns mit auf diesen Triumphzug, Herr. Herr Schenk, dass wir ganz konkret jeder für sich begreift, was das bedeutet, auch im Umgang mit dem Nächsten, im Umgang vielleicht auch mit anderen Gemeinden, mit anderen Gläubigen, auch in der Schule, wenn wir da Mitschüler haben, aus anderen Gemeinden, wenn wir hier und da zu tun haben. Schenk du uns da Klarheit drüber, wo es dran ist, klar Dinge zu benennen, die nicht gut sind und hilfst du uns, uns als ein Leib zu begreifen mit denen, die dir wahrhaft nachfolgen. Uns einzureihen in diesen Triumphzug, gemeinsam dich anzubeten und zu loben. Wir freuen uns schon auf den Himmel, wenn es dort mal in Reinheit und ohne Probleme der Fall sein wird, wenn wir dich loben und singen und anbeten. Aber wir wollen es hier schon üben und praktizieren und da hilfst du uns dabei, Herr. Du, dieser Gott, der Beziehung von Anfang an ist, in seinem Wesen, der du Beziehungen in jeden Bereich unseres Lebens hineingepflanzt hast. Du möchtest uns helfen, diese Beziehung in einer göttlichen Art und Weise zu leben, die dich ehrt. Dass wenn Menschen uns anschauen, auch in unserem Umgang miteinander, auch gerade hier in der Gemeinde, Herr, dass sie staunen, nicht über uns, wie toll wir sind, sondern über dich, den allmächtigen und gütigen Gott, der diese Einheit wirkt, hinter dem wir uns versammeln dürfen. Ich danke dir, dass das der Fall ist, dass du gut bist. dich kümmerst um uns als unser Vater. Wir haben es sehr gut bei dir. Danke, dass du mit uns gehst, auch in die Woche, die vor uns liegt. Wir befehlen uns dir an. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!