CGH Hersbruck

Ein souveräner Gott - Getötet, gerettet, gerichtet - Teil 2 (Apg. 12)

Predigten
25. Oktober 2026
Transkriptca. 24 min Lesezeit

Ich möchte euch auch ganz herzlich grüßen heute Morgen. Wir setzen unsere Betrachtung von Apostelgeschichte 12 fort. Wir haben ja letzten Sonntag schon damit begonnen, uns diese Geschichte anzuschauen. Und wir haben uns das letzte Mal angefangen mit Dietrich Bonhoeffer und Wilhelm Busch. Der eine wurde bewahrt, der andere wurde hingerichtet. Beide waren im Gefängnis vom Naziregime verhaftet wegen ihrem christlichen Glauben. Und wir haben gesehen, dass Gott unterschiedliche Wege führt, dass die Wege, die Gott mit dir und mit mir geht, unterschiedlich sind. Der eine wurde hingerichtet, wurde gehängt, der andere kam frei. Und so haben wir das auch in der Apostelgeschichte 12 gesehen. Jakobus wurde getötet. Petrus kam frei. Gott ist mit den beiden verschiedene Wege gegangen, aber an keinem der beiden ist sein souveräner Plan gescheitert. Busch durfte in Essen weiter das Evangelium verkündigen. Bonhoeffer durfte in Flossenbürg zum Herrn heimgehen. Aber eine Person fehlt noch in dieser Geschichte und das ist Herodes. Er hat Jakobus mit dem Schwert töten lassen. Er hat Petrus gefangen genommen. Er wäre der Nächste dran gewesen. Und so haben wir angesehen, dass es unterschiedliche Schicksale gibt. Und wir haben uns in der ersten Predigt eben Jakobus angeschaut, getötet, Petrus gerettet, wie die Gemeinde auch für Petrus gebetet hat. Und heute geht es um das letzte Wort gerichtet. Wer die erste Predigt noch nicht gehört hat oder angeschaut hat, Ihr könnt es gerne tun auf unserem Kanal, weil die Predigt von heute auf die erste Predigt aufbaut. Also heute das dritte Wort gerichtet. Und wir haben letzten Sonntag eine zeitlose Wahrheit aus diesem zwölften Kapitel herausgearbeitet, dass wie folgt lautete, Herodes hat das Schwert, die Gemeinde hat das Gebet, Aber Gott hat das letzte Wort. Aber Gott hat das letzte Wort. Und das wollen wir uns heute genauer anschauen. Schlagt mit mir bitte Apostelgeschichte Kapitel 12. Wir lesen die ersten fünf Verse und dann weiter ab Vers 18. Apostelgeschichte Kapitel 12. Die ersten fünf Verse und dann ab Vers 18 weiter. Um jene Zeit aber legte Herodes der König die Hände an einige der von der Versammlung, um sie zu misshandeln. Er ließ aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert töten. Als er aber sah, dass es den Juden gefiel, fuhr er fort, auch Petrus festzunehmen. Es waren aber die Tage der ungesäuerten Brote. Den setzte er auch, nachdem er ihn ergriffen hatte, ins Gefängnis und überlieferte ihn zur Überwachung an vier Abteilungen von je vier Soldaten, da er gewillt war, ihn nach dem Passa dem Volk fortzuführen. Petrus nun wurde in dem Gefängnis bewacht, aber von der Versammlung wurde anhaltend für ihn zu Gott gebetet. Und jetzt weiter ab Vers 18. Als es aber Tag geworden war, war eine nicht geringe Bestürzung unter den Soldaten, was doch aus Petrus geworden sei. Als aber Herodes ihn zu sich forderte und ihn nicht fand, verhörte er die Wächter und befahl, sie abzuführen. Und er ging von Judäa nach Caesarea hinab und verweilte dort. Er war aber sehr ergrimmt gegen die Tyrer und Sidonier. Sie kamen aber einmütig zu ihm, und als sie Blastus, den Hofbeamten des Königs, überredet hatten, baten sie um Frieden, weil ihr Land von den Königlichen ernährt wurde. An einem festgesetzten Tag aber hielt Herodes, nachdem er ein königliches Gewand angelegt und sich auf den Thron gesetzt hatte, eine öffentliche Rede an sie. Das Volk aber rief zu ihm, eine Stimme Gottes und nicht eines Menschen. Sogleich aber schlug ihn ein Engel des Herrn dafür, dass er nicht Gott die Ehre gab, und von Würmern zerfressen verschied er. Das Wort Gottes aber wuchs und mehrte sich. Barnabas aber und Saulus kehrten, nachdem sie den Dienst erfüllt hatten von Jerusalem zurück und nahmen Johannes mit, der auch Markus genannt wurde. Mein erster Punkt heute Morgen, Herodes wird gerichtet. Aber stellen wir uns zunächst einmal die Frage, wer war denn Herodes? Der Herodes in unserem Kapitel ist Herodes Agrippa I., ein Enkel vom Herodes des Großen. Der Herodes der Große, das war der König zur Zeit der Geburt von Jesu. Er hat auch Befehl gegeben dass man die Jungs in Bethlehem umbringen soll Und Herodes Agrippa I war sein Enkel Also wir sehen, dass das Evangelium mit der Herrscherdynastie des Herodes immer wieder in Konflikt stand. Und das sehen wir auch später. Später bei Paulus werden wir es noch sehen. Aber dieser König Herodes, er war sehr gegen das Evangelium. Und so sehen wir, es zieht sich weiter, er gibt es an sein Enkel weiter, an Agrippa I. Der römische Kaiser Claudius hatte ihn zum König über Judäa gemacht. Agrippa hielt sich äußerlich an das Gesetz des Mose und tat alles, um bei den Juden beliebt zu sein. Und eben diese Politik führte auch dazu, dass Jakobus getötet wurde und Petrus ins Gefängnis geworfen wurde, mit der Absicht, ihn auch dem Volk als Schauspiel darzustellen. Dass Agrippa sich mehr Lorbeeren bei dem Volk sammelt und noch mehr seine Beliebtheit steigern konnte. Doch Petrus war ihm entkommen. Wir haben uns das das letzte Mal angeschaut, wie die Gemeinde gebetet hat, wie Gott eingegriffen hat durch einen Engel. Und für Herodes war das eine Blamage. Er will nun nach den Festtagen Petrus vorführen lassen, er will ihn öffentlich richten und enthaupten lassen. Er befiehlt Petrus zu bringen, nirgendwo Petrus. Und es heißt hier nur, er verhörte die Wachen und ließ sie abführen. Damit ist gemeint, dass er die Wachen töten ließ. Es gab bei den Römern ein Gesetz, wenn jemand einen Gefangenen bewachte und der Gefangene fliehen konnte, dann musste der Wächter sein Leben für den anderen geben. Also das heißt, es war klar, dass die Wächter getötet werden. Deswegen wollte sich zum Beispiel auch der Kerkermeisten von Philippe sich selbst umbringen, Denn als Paulus und Silas nachts Gott lobten und ein Erdbeben alle Türen öffnete, da wollte er sich selber umbringen. Genau deswegen, weil es dieses Gesetz bei den Römern gab. Aber es ist interessant, Herodes hätte nachfragen können. Eigentlich ergibt es doch keinen Sinn, wenn du von zwölf Soldaten bewacht wirst, an zwei Soldaten angekettet bist, die jeweils Schicht hatten und zwei vor der Tür. dass Petrus da freikommt. Er hätte sich doch fragen können, warte mal, was ist hier passiert? Das ist doch nicht zu erklären. Da sind doch nicht seine Jünger gekommen und haben den geklaut. Sein Stolz war verletzt. Die Blamage war groß in Jerusalem und so sehen wir, nachdem er die Soldaten hinrichten hat lassen, geht er nach Caesarea. Übrigens war das ja auch sein Hauptsitz. Dort lebte er, Caesarea Maritima. Das war ein prächtiges Schloss am Meer, am Mittelmeer. Und dort hat er sich aufgehalten. Und Lukas beschreibt uns nun in den Versen 20 bis 23 eine Geschichte. Nur kurz und knapp, da lesen wir von zwei Handelsstätten. Die lagen ein bisschen nördlicher, Tyrus und Sidon. Und diese zwei Städte lagen irgendwie im Clinch mit Herodes. und es heißt hier, Herodes war sehr verärgert. Und eins haben wir schon gelernt, also mit dem Herodes sich anzulegen, ist nicht unbedingt so gut, kann sein, dass du einen Kopfkürze aus der Situation herauskommst. Diese zwei Städte waren abhängig von Weizenlieferungen von Herodes und da er das irgendwie eingestellt hat, haben diese zwei Städte sich bemüht, mit dem Herodes irgendwie wieder auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, irgendwie Frieden zu schließen. Und so sehen wir, dass sie den Blastus, den Kämmerer des Königs, gewinnen, der für diese zwei Städte beim König vorspricht. Und so wie es scheint, verstehen die sich. Es gibt Frieden und Herodes will diesen Frieden jetzt feiern. Herodes setzt einen großen Tag fest, so schreibt es Lukas in Vers 22. Herodes zieht sein königliches Gewand an, setzt sich auf dem Thron und hält eine Rede. Das ist Caesarea Maritima, das ist das Theater, das ist rekonstruktiert worden, also wieder hergestellt worden. Das war der Platz, wo Agrippa sich hingestellt hat und eine Rede an das Volk gehalten hat. Es ist interessant, dass nicht nur Lukas diese Szene beschreibt, sondern auch der Geschichtsschreiber Josephus Flavius und er bestätigt den Bericht von Lukas und ergänzt, dass in Caesarea Festspiele zu Ehren des Kaisers stattfinden sollten. Und am fr Morgen betrat Herodes das Theater in einem Gewand das ganz aus Silberf gewebt war Die aufgehende Sonne lie es so hell aufleuchten dass der K wie ein Lichtgestalt erschien Und daraufhin feierte die Menge ihn als Gott. Das ist der Höhepunkt der Macht von Herodes Agrippa. Der hat es schon schlau gemacht, dieser König. Er ließ sich wirklich verehren. in aller Frühe in einem Silbergewand, ein königliches Gewand, was mit Silberfäden durchzogen war, betritt er die Bühne, als die Sonne aufging und als die Sonnenstrahlen auf dieses Kleid fallen, dann leuchtete er wirklich wie eine Lichtgestalt, heißt es hier von Josephus Flavius. Und er ließ sich verehren, wie ein Gott. Und das Volk, was da stand, die aus Tyrus und Sidon, die wollten natürlich beim König gut ankommen. Sie waren ja darauf angewiesen, dass er ihnen Weizen liefert. Und in diese Situation hinein sagen sie, das ist nicht die Rede eines Menschen, sondern hier spricht Gott. Das war schon eine beeindruckendste Szene, wenn man sich da ein bisschen hineinversetzt. Und Agrippa lässt sich als Gott feiern. Der Mann, der in Jerusalem über Leben und Tod entschieden hat, er lässt sich wie ein Gott verehren. Und er weist diese Ehre nicht zurück und gibt sie Gott auch nicht weiter. Er genießt es. Er steht in diesem Glanz. Die Menschen jubeln ihm zu. Aber Agrippa rechnet nicht mit Gott. Er rechnet nicht mit Gott, der in Jesaja 42, Vers 8 sagt, ich will meine Ehre keinem anderen geben. Und so sehen wir, dass Gott nun hier das letzte Wort spricht. In Vers 23 heißt es, sogleich schlug ihn der Engel des Herrn, weil er Gott nicht die Ehre gab. Und von Würmern zerfressen starb er. Und auch Josefus Flavius berichtet davon, dass Agrippa noch auf der Bühne stand, sich als Gott verehren ließ. Und da heißt es, wie der König mitten in der Huldigung plötzlich zusammenbrach. Singemess schreibt er, gleich darauf befielen ihn heftige Schmerzen im Leib, die mit großer Gewalt einsetzten. Eilends trug man ihn in den Palast. Fünf Tage lang wurde er ohne Unterlass von Schmerzen im Leib gequält. dann starb er. Josephus, jüdische Altertümer. Gott spricht das letzte Wort. Das war im Jahr 44 nach Christus. Agrippa hatte nicht einmal vier Jahre in Jerusalem regiert. Der Mann, der Jakobus mit dem Schwert hinrichten ließ, um den Menschen zu gefallen, fiel ihm die Hände dessen, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. Matthäus 10, Vers 28. Wir sehen hier aber auch, dass eine andere Wahrheit greift, was wir in Galater 6, Vers 7 lesen. Was der Mensch erntet, das sät er. Was Herodes gesät hat, das erntete er. Er hat Tod und Verderben geerntet. und Tod hat er gesät, Tod hat er geerntet. Und an diesem Punkt sehen wir eindrücklich, Gott hat das letzte Wort. Und das ist für uns ein Trost. Das ist für uns Christen ein Trost. Und an Agrippa sehen wir, dass Gott souverän ist. Er lenkt die Weltgeschichte. Und gerade heute, wenn du in die Nachrichten hineinschaust, du siehst, wie sich die Ereignisse überschlagen, dann denkst du dir, wer regiert eigentlich hier? Man fühlt sich so schutzlos ausgeliefert, man hat die Dinge nicht mehr in der Hand. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber es kann einen erschrecken. Jesus sagt selbst, habt keine Angst. Kriege, Kriegsgeschrei, Aufstände, Verwirrung. Allein, was in den letzten zwei Wochen passiert ist, ich weiß nicht, wie es dir damit geht. Du kannst den Kopf in den Sand stecken und sagst, bei uns ist noch alles gut. Ja, ob dir das weiterhilft, weiß ich nicht. Aber es gibt einen Trost, was wir hier sehen. Gott ist souverän. Gott regiert die Welt. Gott lässt die Dinge manchmal laufen. Und das sehen wir an Agrippa. vier Jahre lang durfte er herrschen. Gott gab ihm die Macht, Jakobus zu töten. Gott gab ihm die Macht, Petrus festzunehmen. Gott gab ihm die Macht, einige aus der Gemeinde zu misshandeln und Gott griff nicht ein Gott lie die Dinge laufen Und wir stellen uns manchmal die Frage wie lange d Regierungen Christen verfolgen Warum muss die Gemeinde so sehr leiden Wann greift Gott ein Und die Antwort lautet Gott wird sie richten zu seiner festgesetzten Zeit. Denn er steht über allem, was in der Zeit geschieht. Gott wird richten. Gott hat das letzte Wort. Und auch wenn wir es nicht verstehen, wenn wir es nicht überblicken, Gott hat das letzte Wort. Das Regime, das Bonhoeffer in April 1945 hinrichten ließ, ist wenige Wochen später zusammengebrochen. Und das darf uns heute als Trost dienen. Das, was um uns herum passiert. Gott hat das letzte Wort. Herodes hat das Schwert. Ja, die Mächtigen, die Gewalttätigen haben das Schwert. Die Gemeinde hat das Gebet. Da sind wir letzten Sonntag drauf eingegangen. Aber der Trost für heute lautet, Gott hat das letzte Wort. Aber wir dürfen wissen, wir dürfen versichert sein, dass Gott die Vorgänge in dieser Welt sieht, überblickt und er jeden zur Rechenschaft ziehen wird für das, was er getan hat. Und hier schwingt noch eine große Sache mit, die ebenfalls in diesem Text drin ist und für uns eine Warnung ist, der Thron gehört Gott allein. Der Thron gehört Gott allein. Agrippa setzte sich auf einen Thron, auf einen Richterstuhl. Ich weiß nicht, wie das genau dort war. Wird nicht beschrieben. Aber es zeigt uns, die Geschichte in Apostelgeschichte 12 zeigt uns, wie gefährlich es ist, ohne Gottesfurcht zu leben. Und jetzt denkst du dir vielleicht, ja aber warte mal, Agrippa hat es doch verdient. Es ist doch gut, dass Gott ihn so gerichtet hat, dass Würmer ihn zerfressen haben. Dieser Mann hat es doch verdient, der hat doch Jakobus töten lassen. Der Thron gehört allein Gott. Und wir müssen ehrlich sein. Es ist so leicht, über Agrippa zu urteilen und zu sagen, dieser Mann hat es verdient. Das Problem ist, dass du und ich es auch verdienen, wenn wir uns nicht unter die Herrschaft Gottes beugen. Jeder, der sich nicht unter Gottes Willen beugt und in dessen Leben Gott nicht der Herr ist, befindet sich letztendlich in derselben Lage wie Herodes. Das ist ein gutes Bild dafür. Wir sitzen auf dem Thron. Wenn du nicht bewusst dich unter die Herrschaft Gottes gebeugt hast, wenn du dein Lebensthron nicht Gott überlassen hast, dann sitzt du auf diesem gleichen gefährlichen Stuhl, wie Agrippa saß. Und es ist eine Frage der Zeit, bis Gott dich richten wird. Warum? Weil Gott sein Thron mit niemand teilen wird. wenn du dich nicht beugst unter Gottes Herrschaft, dann sitzt du auf dem Thron, dann bist du im Mittelpunkt des Geschehens und genau das kennzeichnet einen Sünder. Das, was wir hier in Agrippa sehen, das ist ein gutes Beispiel, wie der Sünder tickt, was sein Wesen ist. Er sitzt auf dem Thron und das will letztendlich jeder Mensch. Und es gibt viele warnende Beispiele in der Bibel, wie das ausschauen kann. Und es ist nicht umsonst, dass die Bibel uns immer wieder diese Wahrheiten vor Augen stellt. Warum? Weil wir in der Gefahr sind, uns selbst auf den Thron zu setzen. Ein Beispiel ist König Nebukadnezar. Vielleicht kennt ihr die Geschichte. Er läuft oben auf seinem Palast und denkt, was habe ich nicht alles gemacht? Er lässt sich verehren wie ein Gott. Und dann kam das Gericht. Er musste sieben Jahre lang wie ein Tier auf dem Feld leben. Und dann heißt es in Daniel, Kapitel 5, Vers 21, bis er erkannte. Was muss der Mensch denn erkennen? Was muss der Mensch erkennen? Bis er erkannte, dass der höchste Gott über das Königtum der Menschen herrscht und darüber bestellt, wen er will. Agrippa hat das vergessen. Er dachte, er ist König. Er lässt die Dinge schalten und walten, wie er will. Wie viele denken das nicht heute, dass sie alles im Griff haben? Nebukadnezar musste eine Lektion lernen, eine sehr harte Lektion. Sieben Jahre lang war der Mann ausgeschlossen aus menschlicher Gesellschaft. Bis er erkannte, dass der höchste Gott,

das Königtum der Menschen herrscht und darüber bestellt, wenn er will. Nebukadnezar hat es gelernt, er hat nachher Gott die Ehre gegeben. Aber wisst ihr was, was so tragisch ist? Es ist wirklich tragisch und es zeigt umso mehr, wie verdorben unser Wesen von der Sünde ist. Nebukadnezar, sein Sohn, Belsatzar, der hat das alles mitbekommen. Der hat gesehen, wie sein Vater Nebukadnezar gedemütigt worden ist von Gott. Er hat gesehen, wie Gott ihn wiederhergestellt hat und er hat mitbekommen, wie er Gott die Ehre gab. Und dann heißt es von ihm, sein Sohn Belsatzar in Vers 22, da sagt Daniel zu ihm, und du Belsatzar, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du dies alles wusstest. Das ist doch so interessant. Gott verfährt mit dem Vater Nebukadnezar und er muss diese harte Lektion lernen, dass es nur einen Gott im Himmel gibt. Sein Sohn sieht das und er demütigt sich nicht. Er nimmt das nicht zu Herzen. Er lernt daraus nicht. Und dann heißt es weiter, da sagt Daniel zu ihm, du hast Holz, Gold, Götter angebetet und die goldenen Gefäße aus dem Hause des Tempels in Jerusalem gebracht und er feiert ein Riesenfest. Und Daniel sagt zu ihm, aber den Gott, in dessen Hand dein Odem ist und bei dem alle deine Wege sind, hast du nicht geehrt. In wessen Hand ist unser Leben? In der Hand des lebendigen Gottes. Den hast du nicht geehrt. Und da sehen wir, wie tief diese Eigenschaft in uns drin ist, uns selbst auf den Thron zu setzen. Wir wollen da gerne hin. Wir wollen uns gerne diesen Silbermantel anziehen und uns auf diesen Thron setzen und uns von den Menschen anbeten lassen. Natürlich geschieht das jetzt nicht in dieser Form wie damals, aber es ist doch ganz subjekt. Das sind diese Züge in unserem Leben da. Aber eines wird uns ganz klar gezeigt, dieser Thron steht einzig und allein Gott zur Verfügung. Er ist Schöpfer und seine Geschöpfe sollen ihn anbeten. Deshalb steht das erste Gebot ganz am Anfang, 2. Mose 20, Vers 2. Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Und Jesus bestätigt das, wenn er sagt in Matthäus 22, Vers 37, du sollst den Herrn, deinen Gott lieben, vom ganzen Herzen, von ganzer Seele und vom ganzen Denken. Gott allein gebührt Anbetung. Und das ist auch unser Auftrag, Gott anzubeten, ihm diesen Thron zu überlassen. Unser Vertrauen und unsere Liebe gehört Gott allein. Aber wir müssen uns auch eingestehen, dass seit dem Garten Eden der Mensch sein will wie Gott. Das ist diese Lüge, die Satan Eva ins Ohr geflüstert hat. Ihr werdet sein wie Gott. Das geht so wie Öl in uns runter. So Balsam für die sündige Seele. Ihr werdet sein wie Gott. Und das will jeder Mensch, Gott spielen. Das ist das Problem. Das ist das Problem der Sünde. Wir wollen Gott spielen. und manche haben die Möglichkeit und leben das aus. Ein Agrippa und viele andere Menschen in der Weltgeschichte, aber letztendlich wird Gott sie richten Gott hat das letzte Wort Diese L die Satan Eva ins Ohr gefl hat treibt die Menschen bis heute dazu, sich selbst auf dem Thron zu setzen. Und deshalb eine ernste Warnung heute an dich, wenn du dein Leben nicht vor der Herrschaft Gottes gebeugt hast, dann Achtung, dann lebst du unter dem Gericht Gottes. Dann ist es eine Frage der Zeit, bis Gott dich richten wird. Ich hoffe nicht so wie Agrippa, wenn du vom Würmern zerfressen wirst. Ich meine, das ist ja eine Story für Horrorfilme. Es ist gefährlich, wenn du auf deinem eigenen Lebensthron sitzt. Und deshalb ist heute noch Zeit zur Umkehr. Heute ist noch die Möglichkeit umzukehren, so wie es in 2. Korinther 6, Vers 2 heißt, siehe jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe jetzt ist der Tag des Heils. Wenn du dein Leben Gott nicht übergeben hast, wenn du vor diesem Gott, der dein Leben in deiner Hand hält, nicht kapituliert hast, dann tu es heute. Ich bitte dich, ich fordere dich auf, das ist das, was wir aus Apostelgeschichte 12 sehen. Gott hat das letzte Wort auch über dein Leben. Glaube nicht, dass du davon kommen kannst. Glaube nicht, dass du schlauer, besser bist und dass du das mit Gott irgendwie regeln kannst. Nein. Und ich meine das wirklich ernst. Es reicht nicht einfach nur in den Gottesdienst zu kommen. Wenn du dein Leben Gott nicht übergeben hast, dann tu es heute. Ansonsten wartet das Gericht auf dich. Gott ist souverän und wird das Gericht über dich vollstrecken. Gott ist souverän. Agrippa, sein Weg endet dort. Er setzte sich auf den Thron. Das offenbart seine Herzenseinstellung. Er meinte, er kann mit der Gemeinde verfahren, wie er will. Aber Gott zieht den letzten Strich. und das ist das Ende von Agrippa. Es ist interessant, Lukas hört hier nicht auf. Lukas gibt uns noch einen Blick, zeigt, wie es weitergeht und das ist mein zweiter Punkt heute Morgen. Gottes Wort wächst und mehrt sich. Der Tod des Herodes hatte für die Gemeinde positive Folgen. Solange Herodes Agrippa gelebt hat, durfte Petrus sich nicht in Jerusalem sehen lassen. Agrippa wollte Petrus töten, der war jetzt auf der Flucht sozusagen und solange der König an der Macht war, war es für Petrus ausgeschlossen, wieder nach Jerusalem zu gehen, öffentlich aufzutreten. Aber wir sehen, was mit der Befreiung aus dem Gefängnis begonnen hatte, vollendet Gott mit dem Tod des Verfolgers. Und dadurch wird der Weg für Petrus wieder frei, nach Jerusalem zu gehen. Wir sehen ihn dann später in Apostelgeschichte Kapitel 12 beim Apostelkonzil, dass Petrus in Jerusalem ist. Unmittelbar nach dem Bericht über das Ende des Königs, wie Agrippa gestorben ist, schreibt Lukas, das Wort Gottes aber wuchs und mehrte sich, Vers 24 Und es zeigt uns eine große Wahrheit, die wir auch im Psalm 33 lesen Der Herr macht zunichte den Ratschluss der Nationen, doch der Ratschluss des Herrn hat ewig Bestand Und das sehen wir auch heute Bis heute ist das so. Gott vereidelt oder macht zunichte den Ratschluss der Nationen. Doch der Ratschluss des Herrn hat Bestand. Herodes wollte das Wort aufhalten. Er ist vergangen, aber das Wort ist geblieben und hat seine Kraft bewiesen. Das ist diese gro Geschichte in Apostelgeschichte Kapitel 12 Da ist jemand der Gottes Wort aufhalten will der die Gemeinde zerst will Und Lukas zeigt uns jetzt am Ende des Kapitels dass der der dem Evangelium im Weg stand aus dem Weg ger ist Und das Evangelium wuchs und mehrte sich. Das Evangelium wuchs und mehrte sich, weil Menschen zum Glauben kamen. Und so breitet es sich aus, vom Herz zu Herz. Jedes Mal, wenn ein Mensch erkennt, dass er vor Gott schuldig ist, dass er sein Leben übergeben muss, da beginnt was Neues, da schenkt Gott eine Neugeburt, da wächst die Gemeinde Gottes, da breitet sich das Evangelium aus und mit dem Zeugnis, den Christen weitergeben, nimmt dieses Evangelium seinen Lauf. Und Lukas hat uns es schon in Kapitel 11 gezeigt, es schon bis nach Antiochien kam. Unter dem Beifall des Volkes geht der, der die Apostel und die Gemeinde aus dem Weg räumen wollte. Und nun sehen wir, dass sich das Evangelium ausbreitet. Lukas will uns heute etwas verdeutlichen und Lukas will mit dieser Geschichte der Gemeinde etwas verdeutlichen. Das, was noch komplett in Apostelgeschichte noch kommen wird. Die Gemeinde aller Zeiten soll sich bewusst machen, keine noch so totale Weltmacht kann die wehrlosen Boden Gottes antasten, solange Gott sie für seinen Dienst gebraucht. Das ist die Quintessenz aus Kapitel 12. Egal welches Regime, egal welcher Mensch sich gegen das Evangelium stellt, es hat letztendlich nicht die Kraft, die Gemeinde zu zerstören. Und egal was kommt, und die Geschichte der Gemeinde ist eine Geschichte der Verfolgung, der Not, der Leiden. und Lukas will das den Gläubigen ins Kopf hämmern, egal welche Macht gerade dran ist, egal welche Macht gerade die Gemeinde bedrückt. Sie kann die Gemeinde nicht antasten, solange es nicht im Gotteswillen ist und nur solange Gott sie laufen lässt. Die Hauptsache hier in Kapitel 12 ist nicht, dass Wunder geschehen sind, dass Petrus befreit worden ist. Die Hauptsache ist, dass Gottes Wort wächst und sich mehrt. Durch Siege und durch Niederlagen. Genau das sehen wir. Egal, welche Wege Gott dich führt. Leid und Freude. Aber Gott führt dadurch. Gott bewahrt sein Evangelium und Gottes Wort wächst. wächst. Gottes Wort ist nicht aufzuhalten. Und das war auch bei Bonhoeffer und Bush so. Bush predigte 20 Jahre lang, nachdem das Nazi-Regime in sich zusammengebrochen ist, weiter und verkündigte das Wort Gottes. Das Evangelium wuchs, es breitete sich aus. und genauso bei Bonhoeffer. Er wurde hingerichtet, er wurde gehängt, aber seine Worte finden auch heute noch Nachklang. Wir lesen seine Worte. Letzten Sonntag sangen wir sein Lied von guten Mächten wunderbar geborgen. Das Evangelium kannst du nicht einsperren, kannst du nicht zum Schweigen bringen. Und so sehen wir, dass auch durch Busch und Bonhoeffer über ihren Tod hinaus das Evangelium sich mehrte und wuchs. Bis heute. Bis heute. Und darum müssen wir nicht verzagen, wenn die Gemeinde unter Druck steht, klein oder groß, egal wie die Situation ausschaut, dürfen wir sicher sein, dass Gottes Wort bleibt. Gott gebraucht Menschen in unterschiedlichen Situationen, mit unterschiedlichen Wegen, um das Wort Gottes zu verk Dass das Wort Gottes sich verbreitet Und das d wir mitnehmen Wir leben in Frieden wir sind nicht angetastet, wir leiden als Gemeinde aktuell hier in Deutschland oder hier wir als Gemeinde nicht unter Repressalien der Regierung oder sonst irgendeiner Macht. Wir wissen nicht, was kommt. Wir haben letzten Sonntag gesehen, es gilt für dein Leben. Gott ist souverän und er führt dich Wege, die für dich bestimmt sind. Leid, schwieriges, Herausforderungen, schöne Erlebnisse, Freude. Aber so sehen wir auch im größeren Kontext, dass auch wir als Gemeinde, ob es durch gute Zeiten geht oder durch schwierige Zeiten geht, Gott ist souverän, Gott steht darüber. Das Evangelium wird nicht untergehen. Es wächst und es breitet sich aus. Das werden wir auch nachfolgend sehen ab Kapitel 13, was für ein Lauf das Evangelium nimmt. Wunderbar. Ich möchte zum Schluss kommen, dieser zweiteiligen Predigtreihe. Wir haben letzten Sonntag, diesen Sonntag unter diesem Thema getötet, gerettet, gerichtet, drei Schicksale angesehen. Aber über diesen drei Schicksalen steht ein souveräner Gott. Jakobus wurde getötet. Das war sein Weg, den Gott für ihn vorgesehen hat. Petrus wurde gerettet, erst einmal. Auch er musste sein Leben für Gott hinlegen. Aber später. schreibt, das Wort Gottes mehrte sich und wuchs. Und deshalb eine Frage an dich heute Morgen. Wer sitzt auf dem Thron deines Lebens? Das ist eine sehr entscheidende und wichtige Frage. Wer sitzt auf dem Thron deines Lebens? Wenn du es selbst bist, dann kehre heute um. Denn heute ist noch Gnadenzeit. Aber irgendwann wird die ablaufen. Irgendwann gibt es ein Ende. Heute ist Gnadenzeit. Wenn du auf deinem Lebensthron sitzt, dann kehre um. Wenn aber der Herr Jesus auf deinem Lebensthron sitzt, dann darfst du getrost sein, dass egal, welche Wegführungen Gott mit dir geht, du in seiner Hand bist. Dass er dich führt, dass er dich leitet, und dass er der souveräne Gott ist über deinem Leben. So wie wir das bei Jakobus, bei Petrus, bei Dietrich Bonhoeffer und Wilhelm Busch gesehen haben. Und darum dürfen wir auch getrost in diese Woche gehen, ganz gleich was auf uns zukommt. Egal was dich die nächste Woche erwartet, über dein Leben hat nicht ein Mensch, hat nicht eine Krankheit, hat nicht eine Politik, hat nicht irgendeine Angst das letzte Wort, sondern über dein Leben hat Gott das letzte Wort. Gott steht über dein Leben. Und Gott meint es gut mit dir. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

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